Autor: Sven Prange, Projektleiter Pflegezentrum Reisen
An einem Mittwochmorgen war es so weit – der Startschuss für unsere kleine Auszeit an der Ostsee fiel. Mit dabei war unsere 95-jährige Klientin Inge – voller Vorfreude und Neugier – und unsere Pflegefachkraft.
Ein freundlicher und routinierter Fahrer brachte beide sicher von Berlin nach Warnemünde. Das komfortable Fahrzeug ermöglichte Inge eine entspannte Reise, die wir mit gezielter pflegerischer Vorbereitung begleiteten. Wir unterstützen Inge beim Einsteigen, kontrollierten im Vorfeld die Mitnahme aller wichtigen Medikamente und Hilfsmittel wie Rollstuhl und Notfallset.
Mit jedem Kilometer Richtung Küste wuchs die Vorfreude! Die Ostsee war für unsere Inge auch eine Reise in die Vergangenheit – das Meer, die frische Luft, Erinnerungen an frühere Reisen.
Inge mit uns unterwegs nach Warnemünde
Strandspaziergang und Promenadenbummel in Warnemünde
Nach dem Check-in im barrierefreien Hotel machten wir uns direkt auf den Weg zum Strand. Die Promenade von Warnemünde gehört zu den schönsten Flaniermeilen – gesäumt von feinsandigen Dünen und eleganten Villen. Hier begleiteten wir mit unseren Blicken die Kreuzfahrtschiffe und saugten die salzige Meeresluft tief ein. Wir bewunderten gemeinsam die schönen, bunten Strandkörbe und lauschten dem Kreischen der Möwen.
Inge unterwegs auf der Mole in Warnemünde
Zum Mittagessen hatte Inge einen besonderen Wunsch: Bratwurst mit Sauerkraut und dazu ein schönes Bier – ein Genussmoment mit maritimem Flair, der sie sichtbar glücklich machte.
Der anschließende Besuch in der „Skybar“ in der obersten Etage des legendären „Neptun“ Hotels war ein kleines Highlight! Von hier oben schweift der Blick weit über die Ostsee bis zum Horizont. Bri dieser Aussicht ließ es sich hervorragend einen traumhaften Eisbecher genießen.
Inge mit ihrer Betreuerin in der „Skybar“ des „Neptun“ Hotels
Der Pflegealltag bestand von unserer Seite an diesem Tag darin, für Inges Mobilität und Sicherheit zu sorgen, begleitend auf jede Wetterveränderung zu achten und immer auch ein Auge auf ihre Kondition und Stimmung zu haben.
Hafenrundfahrt und Genussmomente
Am zweiten Tag stand eine Hafenrundfahrt auf dem Programm. Die Organisation gestaltete sich unkompliziert, auch Dank der großartigen Unterstützung durch die Schiffsbesatzung, die freundlich half, den Rollstuhl sicher über die Rampe an Bord zu bekommen. Die Crew sorgte für barrierefreie Übergänge und ein entspanntes Einsteigen – eine wahre Wohltat für die Begleitung älterer und mobilitätseingeschränkter Gäste!
Vom Schiff aus bestaunten wir die großen Kreuzfahrtschiffe, sahen bunte Fischerboote und erfuhren viel über die Geschichte des Hafens und das Leben am Meer. Die Stimmung war ausgelassen, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und unsere Inge konnte die Luft, die Aussicht und die Gesellschaft spürbar genießen.
Im Anschluss schlenderten wir zum „Alten Strom“, dem wohl malerischsten Viertel von Warnemünde. Dort reiht sich ein Fischrestaurant an das nächste, dazwischen liegen kleine Boutiquen, Kapitänshäuser und bunte Boote. Kulinarisch durfte das obligatorische Fischbrötchen nicht fehlen. Inge erfüllte sich auch hier einen Wunsch, ein geräucherter Aal zum Mitnehmen – was für ein Genuss für später!
Im „Teepott“ gönnten wir uns Kaffee und Kuchen – mit Blick auf den alten Leuchtturm und die maritime Promenade. Für unsere Inge bedeutete das eine kleine Reise in die 70er Jahre. Uns bereitete es große Freude zu sehen, wie aktivierende Pflege im Alltag Lebensfreude bewirken kann.
Rostocks Altstadt entdecken und Heimreise
Nach einem ausgiebigen Frühstück war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise angesagt: Die Stadtrundfahrt durch Rostock, bei der uns unser Fahrer mit Wissen und Anekdoten begleitete. Wir kamen vorbei an der Backsteingotik der Hansestadt, dem alten Hafen und den traditionsreichen Handelsgebäuden, bevor wir zum Abschluss einen Spaziergang durch die Altstadt machten.
Das Kopfsteinpflaster forderte etwas Geduld und Planung: Für Rollstuhlnutzer zählte jede kleine Steigung und jede Bordkante. Eine Pflegefachkraft ist in solchen Momenten nicht nur Betreuer, sondern auch Navigator, Motivator und natürlich Sicherheitsmanager. Wir sahen die Marienkirche, die Stadtmauer und tauchten ein in die jahrhundertelange Geschichte Rostocks, bevor es behutsam und voller Eindrücke zurück ins Auto ging.
Pflegealltag auf Reisen – Herausforderungen und Glücksmomente
Die Reise mit einer Seniorin war von vielen Details und Anforderungen geprägt, die weit über klassische Betreuung hinausgingen. Das Zusammenspiel von Mobilitätsunterstützung, Orientierung, medizinischer Fürsorge und empathischer Begleitung machte den Unterschied. Dazu gehörten die sorgsame Medikamentengabe, aber auch die anspruchsvolle Aufgabe, individuelle Wünsche und Tagesformen zu berücksichtigen. Jeder Tag brachte neue Begegnungen: von hilfsbereiten Hotelmitarbeitern über freundliche Restaurantbesitzer, bis hin zu einer engagierten Schiffscrew.
Die kleinen Glücksmomente gab es überall – ein herzliches Lachen am Strand, ein Erinnerungsfoto vor dem Leuchtturm, eine wertschätzende Bemerkung von Passanten. Es sind diese Augenblicke, die Pflege auf Reisen besonders machen!
Mit Kompetenz und Fürsorge ans Meer
Die drei Tage in Warnemünde haben gezeigt, wie wertvoll Pflegefachkräfte im Alltag und auf Reisen sind. Sie machen es möglich, dass auch Hochbetagte selbstbestimmt und sicher neue Eindrücke sammeln, einen Ortswechsel wagen, ihre Wünsche leben können. Für uns als ambulanter Pflegedienst war diese Reise ein Beweis für gelebte Fürsorge, Organisationstalent und Empathie – und für unsere Inge das Wiedererwachen von Neugier, Freude und Gemeinschaft. Solche Reisen sind nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine Bereicherung – für beide Seiten!
Kontaktdaten:
Sven Prange, Projektleiter Pflegezentrum Reisen
Pflegezentrum Nord GmbH
Pflegezentrum Reisen
Mühlenstraße 3
D-18055 Rostock
Mobil: +(49)17631695364
prange@pflegezentrum-reisen.de
https://www.pflegezentrum-nord.de/leistungen/betreutes-reisen
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